TFT- Windischgarsten 7. – 10 . 06. 2007

Maehdrescher

Die  diesjährige VOEMEC – Fachtagung fand vom Donnerstag 07.06 bis Sonntag 10.06.2007 in Windischgarsten statt. Dieses schon zur Tradition gewordene Seminar wurde von 22 Personen besucht und zeichnete sich wieder durch sehr familiäre Atmosphäre aus.

Die behandelten Wunschthemen lauteten diesmal: „Ein Mähdrescher geht auf Reisen“ und „Am Rande von Gewässern“.

Begonnen wurde mit dem Zerlegen des Mähdreschermodelles, da dieser ohne Mähbalken und ohne Räder (Reifen) verladen werden muss. Die so zum Vorschein kommenden Achsstummel werden durch solche der Fa. Herpa ersetzt, da diese ein viel detailierteres Aussehen haben. Maehdrescher

Ist diese Arbeit abgeschlossen wird der Güterwagen vorbereitet und vor allem mit Staubfarben verschmutzt. Danach werden die benötigten Keile und Auflagen für den Mähdrescher und den separat zu verladenden Mähbalken angefertigt. Hierbei helfen Vorbildfotos bzw. einige zu diesem Thema bereits erschienene Artikel in diversen Modellbauzeitschriften.

Wenn Keile, Holzauflagen und Stahlseile, verdrillt aus zwei Litzendrähten, fertig gestellt wurden, beginnt die eigentliche Verladung und die Sicherung dieses Ladegutes. Da wir etwas Zeitreserven für farbliche Behandlung von Ladungssicherungsmittel, etc. eingeplant hatten, konnten wir den ganzen Mähdrescher bequem und ohne Stress in eineinhalb Tagen verladen und auf die Reise schicken.

Produktpalette:

            Mähdrescher:

Wiking Kat. Nr.: 389 0146 (Fertigmodell), alternativ möglich:

Kibri     Kat. Nr.: 10858      (Bausatz – zusätzlich 3-4 Std.)

            Waggonmodell:

Electrotren Kat.Nr: 6303 oder 6307

Für das zweite Thema, der Uferbepflanzung – „Am Rande von Gewässern“ hatten sich die Teilnehmer entweder selbst ein Modul mitgebracht auf dem sie arbeiten wollten, oder konnten ein kleines Diorama im Ausmaß von ca. 30x30cm mit einem fertig verspachtelten Teich bekommen. Zunächst wurde der gespachtelte Untergrund farblich behandelt. Je dunkler der Farbton desto tiefer der Eindruck vom Gewässer nach dem Gießen. Dementsprechend haben sich seichte und tiefe Stellen bereits nach kurzer Zeit von einander farblich abgehoben. Im nächsten Arbeitsschritt wurden Steine, Sand, an so manch  flacher Stelle, oder morsches Holz in den zukünftigen See eingebracht. Bei einigen Arbeiten durften alte Reifen oder sonstige Dinge des täglichen „Wegwerflebens“ auch nicht fehlen. Teilweise konnten die Teilnehmer auch Moos von Silhouette auf die Steine aufbringen. Der letzte Arbeitsschritt vor dem Gießen war das Aufbringen der Vegetation. Verschiedenste Gräser, Schilf, Buschwerk, Farne und vieles mehr wurde in unregelmäßigen Gruppen platziert, bis der kleine Teich rundherum ja fast sogar schon unzugänglich wurde.

Unter Verwendung von Noch – Gewässergranulat konnte der letzte Arbeitsschritt eingeleitet werden. Mit dem auf etwa 170°C erhitzten Granulat wurde in die einzelnen Teiche oder Bäche das Wasser langsam „eingelassen“. Es zeigte sich, dass diese Wärme aber nicht von allen Materialien gleich gut verkraftet wird. So zB. begann Islandmoos zu schmelzen und schäumen und verunreinigte das Gewässer eher zu tropischen Tümpel, aus Filmen bekannt, eher geeignet für Seeschlangen oder Krokodile, während Kalksteine, ebenfalls aus der Noch – Kollektion, regelrecht zu kochen und zu verdampfen begannen. So manch kleinerer Stein hatte plötzlich die Physik überwunden und begann im Wasser aufzutauchen und zu schweben. Diese doch zunächst überraschenden und verwirrenden Effekte konnten bei der alternativen Verwendung des „kalten“ Zweikomponentenharzes nicht beobachtet werden. Man kann hier also nur die Lehre ziehen und bei der Verwendung von Noch – Granulat zur Vorsicht raten.

Fazit: Nicht gefährlich aber mitunter zerstörerische Auswirkungen auf Materialien, interessanterweise auch der gleichen Firma!

ImageImage

ImageImage 

Am Vormittag des Sonntages nahm das Seminar mit einem Rückblick auf das Getane und einer Themenauswahl für das kommende Seminar 2008 den gewohnten Ausklang.

Peter Rauch vom MBV – Graz hat uns angeboten PKW’ s  zu beleuchten und Traude Schubert wird uns in die Welt des Bemalens von (Preiser)Figuren entführen. Beide Themen eignen sich wieder für alle Spurweiten in unserem Verband.

 

Wieland Zimmer

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 31. März 2010 )